Caritas reagiert auf sozialethische Kritik

Caritaspräsident Peter Neher hat Kritiker*innen seines Verbands eine „sozialethisch verengte Bewertung“ vorgeworfen. Mit Blick auf Vorwürfe aus der deutschsprachigen Sozialethik forderte Neher dazu auf, die Entscheidung der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbands zu respektieren, die sich gegen einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Altenpflege ausgesprochen hatte. Zuvor hatten 17 Sozialethiker*innen die Caritas öffentlich aufgefordert, ihre Entscheidung zu revidieren.

Stellenausschreibung in Hamburg

Das Institut für Theologie und Frieden (ithf) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (70%). Die bzw. der Stelleninhaber*in soll unter anderem eine Dissertation zu den ethischen Anforderungen an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union erarbeiten.

EuG 1/2020: Kritik der Identitätspolitik

Die aktuelle Ausgabe der sozialethischen Fachzeitschrift „Ethik und Gesellschaft“ nimmt das Thema des Berliner Werkstattgesprächs 2020 auf. Im Fokus stehen die oft von gesellschaftlichen Mehrheiten betriebenen rechtspopulistischen Identitätspolitiken der Gegenwart. Die Autor*innen der Ausgabe analysieren sowohl Begriff und Konstruktion von Identität(en) selbst als auch deren politische, gesellschaftliche und religiöse Ausprägungen.

Ethik und Militär 1/2020: Nukleare Abschreckung

Das friedensethische Online-Journal „Ethik und Militär“ widmet seine aktuelle Ausgabe den ethischen und politischen Aspekten nuklearer Bewaffnung. Autor*innen aus verschiedenen Disziplinen geben einen Überblick über den gegenwärtigen Stand wissenschaftlicher, kirchlicher und politischer Debatten. Einzelne Artikel werfen zudem Schlaglichter auf die Politik der Atommächte China und Russland sowie auf die Situation der konkret betroffenen Soldat*innen.

Friedenspolitik im Zeichen von Pandemie und Erderwärmung

Das Friedensgutachten 2020 stellt die COVID-19-Pandemie und den Klimawandel in den Mittelpunkt. Beide Ereignisse bedrohten den Frieden weltweit und könnten nur durch internationale Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden. Gerade eine „drastische Emissionsverminderung“ müsse unter friedenspolitischen Vorzeichen Priorität haben. Politisches und wissenschaftliches Potential sehen die Herausgeber*innen in einer stärkeren Verschränkung von Klima-, Entwicklungs- und Friedensfragen.