„Kriegsverdrängung“ im Christentum?

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs bescheinigt der Theologe und Historiker Thomas Schulte-Umberg den christlichen Kirchen „‚ein tiefsitzendes Problem der Kriegsverdrängung'“. Weil Krieg heute weithin als etwas Amoralisches, dem Christentum Fremdes wahrgenommen werde, unterbleibe eine vertiefte Auseinandersetzung etwa mit der Rolle christlicher Kombattanten in gegenwärtigen Gewaltkonflikten. „Wer heute Frieden will“, so Schulte-Umberg in einem Beitrag auf feinschwarz.net, „muss Krieg verstehen, und dazu gehört auf jeden Fall das Potential von Religion im Krieg.“

Dass die christliche Haltung zum Krieg alles andere als spannungsfrei ist, zeigt auch die jüngst erschienene Monographie „Kein Ende der Gewalt? Friedensethik für eine globalisierte Welt“ von Eberhard Schockenhoff an. Mit umfangreichen historischen, biblischen und systematischen Kapiteln präsentiert sie sich als friedensethisches Handbuch und fundierte Hintergrundlektüre zum Verhältnis von Christentum und Gewalt.

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